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Bienvenue Alsace!

Bereits vier Wochen nach unserer „Carfreitag“-Ausfahrt in die elsässischen Vogesen begab sich am 14. Mai die fast gleiche Gruppe der Sektion Freiburg erneut zu einer Ausfahrt in unser Nachbarland. Der Termin lag inmitten der gefürchteten Wetterperiode der „Eisheiligen“. So viel vorab, die hatten irgendwo anders auf dem Globus zu tun. Uns stand ein herrlicher Tag bis in die größten Höhenlagen des für sein zuweilen sehr raues Wetter berüchtigten Mittelgebirges bevor.

Sieben Katzen von der Insel begaben sich also auf die Reise, die Mischung war bunt und reichte vom ältesten Fahrzeug, dem 3.8 S des Verfassers von 1965 über einen E-Type Serie 2, einen XJ40, einen XJS, einen X300, und einen XK8 bis zum fast neuen F-Type. Für den 3.8 S war es eine Kombination aus Ausfahrt und Probefahrt unter erschwerten Bedingungen, um die Dichtigkeit der in der Woche zuvor komplett zerlegten und neu abgedichteten Servolenkung zu erproben.

Die Teilnehmer fuhren zunächst individuell zum Ort des Mittagessens in Berrwiler in der „Auberge des Dahlias“. Der Ort liegt am südlichen Ende der elsässischen Weinstraße am Fuß des Hartmannsweilerkopf. Das Mittagessen war sehr liebevoll und schmackhaft zubereitet, insbesondere der geeiste „Kugelhoupf“ zum Dessert war ein Gedicht. Der Service war freundlich und aufmerksam, also ein Ort, zu dem man gerne wieder einmal zurückkommen wird!
Im Nachbarort Wattwiler beginnt die Route des Cretes, die Vogesenkammstraße. Zu dieser zog es uns nach dem Essen, aber zuerst hielten wir dort noch für ein gemeinsames Bild der Fahrzeuge. Leider fehlt auf diesem der XJS als Schattenparker!
Östlich der Gipfellinie tragen fast alle Orte im Elsass deutsche Namen. Das Elsass hat in Jahrhunderten höchst wechselvoller Geschichte seit der Besiedelung durch fränkische Stämme im Mittelalter immer wieder die nationale Zugehörigkeit gewechselt. Mit der Eroberung von Straßburg durch Truppen des französischen Sonnenkönigs Ludwig XIV. im Jahre 1681 stand die Zugehörigkeit zu Frankreich bis zum Krieg von 1870/71 aber fest, obwohl sich an den Ortsnamen wenig änderte. Nach 1871 verschob sich die Grenze wieder auf die Kammlinie, das Elsass wurde bis 1918 wieder deutsch. Um diesen Grenzverlauf fanden im Ersten Weltkrieg fürchterliche Schlachten statt, und gerade der Hartmannsweilerkopf (fr. Vieil Armand) wurde auch als Menschenfresser bezeichnet. Etwa 30.000 Gefallene verzeichneten die beiden Seiten allein hier in diesem sinnlosen Stellungskrieg. Die Route des Cretes wurde von Frankreich nach dem Verlust des Elsass im Sichtschatten der Kammlinie als militärische Versorgungsstraße angelegt, sie durchquert aus diesem Grunde auch keine Ortschaften. Über sie kommt man an der großen und sehr eindrucksvollen Gedenkstätte am Hartmannsweilerkopf direkt vorbei. Leider ist diese an Wochenenden ziemlich überlaufen und wir ersparten uns den Besuch.

Ähnlich intensiv ist der Verkehr auf der Strecke an Wochenenden. Wir ließen uns aber auch von ein paar Kamikaze-Motorradfahrern die Freude an der herrlichen Strecke nicht verderben und fuhren bis zum Parkplatz am Großen Belchen (Grand Ballon), was mit einem Anstieg von etwa 1.100 Höhenmetern bei gerade einmal 20 Kilometern Strecke verbunden war. Von dort sind es nur ein paar Kilometer bis zum Skigebiet um den Markstein, der mit allem ausgestattet ist, was das Touristenherz auch im Sommer erfreut. Zur Einkehrgastronomie kommt dort noch eine gewaltige Sommerrodelbahn. Zu dieser Jahreszeit ist der Markstein aber hauptsächlich eines der populärsten Flugreviere für Gleitschirm- und Drachenflieger.

Der Himmel über dem Berg war voller bunter Gleitschirme, die Thermik war offenbar ausgezeichnet und so konnten wir buchstäblich unzählige davon im Flug beobachten.

Östlich der Gipfellinie tragen fast alle Orte im Elsass deutsche Namen. Das Elsass hat in Jahrhunderten höchst wechselvoller Geschichte seit der Besiedelung durch fränkische Stämme im Mittelalter immer wieder die nationale Zugehörigkeit gewechselt. Mit der Eroberung von Straßburg durch Truppen des französischen Sonnenkönigs Ludwig XIV. im Jahre 1681 stand die Zugehörigkeit zu Frankreich bis zum Krieg von 1870/71 aber fest, obwohl sich an den Ortsnamen wenig änderte. Nach 1871 verschob sich die Grenze wieder auf die Kammlinie, das Elsass wurde bis 1918 wieder deutsch. Um diesen Grenzverlauf fanden im Ersten Weltkrieg fürchterliche Schlachten statt, und gerade der Hartmannsweilerkopf (fr. Vieil Armand) wurde auch als Menschenfresser bezeichnet. Etwa 30.000 Gefallene verzeichneten die beiden Seiten allein hier in diesem sinnlosen Stellungskrieg. Die Route des Cretes wurde von Frankreich nach dem Verlust des Elsass im Sichtschatten der Kammlinie als militärische Versorgungsstraße angelegt, sie durchquert aus diesem Grunde auch keine Ortschaften. Über sie kommt man an der großen und sehr eindrucksvollen Gedenkstätte am Hartmannsweilerkopf direkt vorbei. Leider ist diese an Wochenenden ziemlich überlaufen und wir ersparten uns den Besuch.

Ähnlich intensiv ist der Verkehr auf der Strecke an Wochenenden. Wir ließen uns aber auch von ein paar Kamikaze-Motorradfahrern die Freude an der herrlichen Strecke nicht verderben und fuhren bis zum Parkplatz am Großen Belchen (Grand Ballon), was mit einem Anstieg von etwa 1.100 Höhenmetern bei gerade einmal 20 Kilometern Strecke verbunden war. Von dort sind es nur ein paar Kilometer bis zum Skigebiet um den Markstein, der mit allem ausgestattet ist, was das Touristenherz auch im Sommer erfreut. Zur Einkehrgastronomie kommt dort noch eine gewaltige Sommerrodelbahn. Zu dieser Jahreszeit ist der Markstein aber hauptsächlich eines der populärsten Flugreviere für Gleitschirm- und Drachenflieger. Der Himmel über dem Berg war voller bunter Gleitschirme, die Thermik w

Eine Besonderheit der Gastronomie im Elsass sind die „Ferme-Auberge“ genannten Lokale, die eigentlich einmal sehr einfache Stätten zum Essen und Übernachten auf dem Bauernhof bzw. der Almhütte waren. Inzwischen sind daraus in den meisten Fällen ausgewachsene Restaurantbetriebe mit Pensionszimmern geworden, die eben etwas abgelegen ein paar Kilometer abseits der Route des Cretes oder anderer Hauptstraßen liegen. Wir fuhren über eine schmale und erneut ziemlich steile Straße zur Ferme-Auberge „Schafert“. Hier warteten Kaffee, Kuchen und weitere Leckereien. Der Verfasser gönnte sich einen echten „Siaskas mit Kirsch“. Das ist ein gezuckerter Frischkäse, der zum Zwecke besserer Verdaulichkeit mit Kirschwasser serviert wird. Muss man probiert haben! Der Wirt des „Schafert“ ist ein originaler und origineller Elsässer, der diese herrlichere Form der alemannischen Sprache mit der größten Selbstverständlichkeit anwendet. Das ist für nicht-alemannisch kalibrierte Ohren nicht ganz einfach, aber machbar! Der Dank der Teilnehmer galt unserem Sektionsleiter Alexander Seidel für die Organisation. Im Vorgriff auf den demnächst folgenden Postversand an alle anderen Jubilare wurde ihm vom Präsidenten an diesem schönen Ort die bronzene Ehrennadel der JAG für 15 Jahre Clubzugehörigkeit an das Revers geheftet.

Der Heimweg führte uns wieder hinab ins Tal in Richtung Thann und von dort aus individuell nach Hause. Ein sehr gelungener und schöner Tag bei perfektem Wetter klang damit aus.

Ach ja, die Servolenkung. Sie ist dicht.


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