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Fahrzeuge MK I, MK II, 420, S-Type

MK I

Dieses Modell erschien im Januar 1955 als Jaguar 2.4 zunächst auf dem englischen Markt. Die Bezeichnung „Mark I“ wurde erst später mit dem Erscheinen des Mark II allgemein gebräuchlich. Im Oktober 1956 kam der wesentlich leistungsstärkere Jaguar 3.4 dazu. Der MK I war eine kompakte Sportlimousine, die vom Gründer von Jaguar, Sir William Lyons, entworfen wurde und das erste Auto des Unternehmens in selbsttragender Karosseriebauweise war. Dennoch trug sie viele typische Elemente englischen Fahrzeugbaus wie das nussbaumfurnierte Armaturenbrett und üppige Instrumentierung.

Die Aufgabe des MK I bestand in der Erschließung neuer Käuferschichten im Bereich der kompakten Limousinen und somit der Sicherung langfristigen Wachstums.
 
Erstmals wurde beim Jaguar MK I die Vorderachse als komplette Baugruppe mit Gummi-Metall-Elementen an der Karosserie befestigt. Die Hinterachse war eine Starrachse vom Zulieferer Salisbury, die über Viertelelliptikfedern abgestützt und mit zwei Längslenkern und einem Panhardstab präzise geführt wurde. Dies verlieh dem Wagen ein für seine Zeit hervorragendes Handling und eine gute Straßenlage. Der 2.4 Liter-Motor war eine durch Verkürzung des Kolbenhubs von 106 mm auf 76,5 mm geschaffene Variante des 1948 vorgestellten XK-Sechszylinders. Die Leistung wurde mit 112 bhp (SAE-PS) angegeben und ermöglichte dem MK I eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 160 km/h. Die 3.4 Liter-Maschine wurde mit 210 bhp angegeben, ermöglichte über 190 km/h Spitzengeschwindigkeit und war ab Dezember 1957 auf Wunsch auch mit den brandneuen Dunlop-Scheibenbremsen an allen vier Rädern erhältlich. Beide Versionen gab es mit Viergangschaltgetriebe, auf Wunsch mit Overdrive oder mit der Dreigang-Automatik Typ 35 von Borg-Warner.
 
Der Jaguar MK I gilt weithin als die erste klassische Sportlimousine, und sein Erfolg ebnete den Weg für künftige Jaguar Modelle wie den MK II und die XJ-Baureihen. Der MK I war gerade mit dem 3.4 Liter-Motor auch im Motorsport erfolgreich, mit bemerkenswerten Ergebnissen bei Veranstaltungen wie zum Beispiel der Rallye Monte Carlo. Zwischen Januar 1955 bis August 1959 wurden 19.978 Fahrzeuge mit 2.4- und 18.533 Fahrzeuge mit 3.4 Liter-Maschine hergestellt. Die gelungene Kombination aus klassischem Design, angemessener Leistung und gutem Fahrverhalten machen ihn zu einem zeitlosen Klassiker.

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Fahrzeuge MK I, MK II, 420, S-Type
Typenreferent
Axel Großmann
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