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Im Doppelpack: Werkstattbesuch und Museum

Ursprünglich war dieser Gemeinschaftsausflug der Sektionen Freiburg und Stuttgart schon für den 7. November 2020 geplant. Doch, Corona sei Dank, mussten wir uns alle noch bis zum 3. Juli 2021 gedulden, was die Vorfreude aber nur steigerte.

Genau der einzige Sonnentag zwischen Regenwochen vor-und nachher bescherte den 19 Teilnehmern optimale Bedingungen für eine JAGUAR-Ausfahrt. Alle Cabrio- und Schiebedächer konnten also offen bleiben.

Punkt 8:30 h traf man sich an einem Parkplatz nahe der A 45 nördlich von Freiburg, um die 150 Km teils auf Autobahn, teils auf Landstraßen ab Baden Baden unter die Räder zu nehmen. Pünktlich um 10:30 h traf unser Katzen -Konvoi bestehend aus 8 Fahrzeugen in Straubenhardt bei der Werkstatt für britische Fahrzeuge ein.

Nach und nach trafen auch die Mitglieder der Sektion Stuttgart ein, sowie noch 4 weitere persönlich geladene Gäste der beiden Organisatoren Rainer Bode und Alexander Seidel. Ein kleiner Plausch draußen vor dem Werkstattgebäude, gegenseitiges Begrüßen bzw. Kennenlernen, Begrüßungsworte von Noch-Firmeninhaber Jochen Extra, Infos über die obligatorischen Hygieneregeln + Abstände und dann fand man sich im taghellen Empfangsbereich der Werkstatt ein.

Geschenke für den Werkstattchef wurden überreicht, eifrig Sekt und Kaffee getrunken und dabei ein Croissant genossen, um dabei einer Anekdote von Herrn Extra zu lauschen.

Ein historischer Abriss über die Entstehung der Werkstatt und die Laufbahn als Rennfahrer folgte und dann gab es grünes Licht für uns Besucher, die diversen Hallen gefüllt mit Oldtimern, Maschinen und Deko-Preziosen an den Wänden zu entdecken.

Man war nun in kleinen 3er-Gruppen oder alleine in den Werkstatt-Winkeln unterwegs, staunend, sich unterhaltend oder fotografierend. Durch die großen Oberlichter in den ca. 6 m hohen Hallen fiel viel Tageslicht, und dort, wo unter Zwischenebenen das Lager und der Maschinenpark zu besichtigen war, gab es vorbildliche Beleuchtung. Was muss das für ein angenehmes Arbeiten für die Werktätigen dort sein.

Raiber Bode und der Freiburger Sektionsleiter bedankten sich beim Abschied nochmals für die Gastfreundschaft bei Herrn Extra.

Um 13:00 h war Mittagspause auf der Aussichtsterrasse des nahegelegenen Hotels Adlerhof angesagt. Man belegte 4 Tische unter Sonnenschirmen und hatte reichlich Zeit, die Eindrücke zu erörtern. Was uns Oldtimer-Enthusiasten das Herz höher schlagen ließ, war allerdings nicht die Qualität der Speisen dort, sondern die sich anschließende zweite Besichtigung des „Fahrzeugmuseums Marxzell“.

 

Nach dem Passieren des unscheinbaren Eingangs eines großen Wohnhauses, den engen Weg vorbei an der Kasse und 5 steile Stiegen in eine sich öffnende Halle emporkletterte, wusste das Auge nicht, in welche Richtung es zuerst schauen sollte.

War es die nun eintretende Mittagsmüdigkeit, der Zwang, von allen alten Sammelgegenständen und den dazwischen drapierten alten Autos unendlich viele Fotos machen zu müssen, oder die Begeisterung des sich Luft verschaffenden Mitbesuchers, der den verwirrten Betrachter aufmerksam machen wollte: „Hast Du das schon gesehen, und das…….., kaum zu glauben!“

Kurz und gut – der Vater der 5 Gebrüder hatte schon in den 60er Jahren alles, also wirklich alles gesammelt, was entweder alt oder aus der Mode gekommen war, was selten oder alltäglich, aber in sehr gutem Zustand war.

Es finden sich dort technische Geräte, Haushaltsdinge wie z. B. Blechdosen und Emaille-Werbeschilder; Autos, Fahrräder, Mopeds und Motorräder; ca. ein Dutzend Feuerwehr-LKW´s, einen Hubschrauber, Vitrinen voll mit altem Handwerkszeug, Modellautos, Fotoapparate, Nähmaschinen, Reisewecker und Uhren etc. etc.

Die Wände der 2 großen Hallen zieren vielfach abgeflexte, aber wie neu aussehende Frontpartien von Automodellen, schwerpunktmäßig deutscher Herkunft und davon meistens von Mercedes-PKW.

„Welch eine Verschwendung von Ersatzteilen!“ – mag so manchem Betrachter in den Sinn kommen.

Willkommene Abwechslung zum Herumstreunen und langen Stehen gab es in Form eines 12-minütigen schwarz-weiß Films aus den 50er- und 60er Jahren im museumseigenen Kino.

Die feste Reihenbestuhlung war selbstverständlich auch einem alten Gebäude entnommen und verdient ob ihrer Massivität die Bezeichnung „Holzklasse“. Erinnerungen an so manche Schulaula der 60er Jahre wurden wach.

Die Handlung des Films betraf das Thema Verkehrserziehung und richtige Kurventechnik. Amüsant und ein Stück Zeitgeschichte, das ältere Besucher begeistern kann.

Gegen Ende der Führung erlaubte einer der leitenden Brüder des Museums – exklusiv für uns - den ca. 300 qm großen Keller unter den Hallen zu besichtigen.

Dort bot sich uns ein Bild wie aus einer verwunschenen Auto-Welt. Meist schlafende Schönheiten, nur teilweise von schmutzigen Plastikplanen notdürftig bedeckt, gaben ein mehr als trauriges Bild ab. Als wenn diese technischen Kreationen geniöser Ingenieurskunst ein Eigenleben hätten und dem Betrachter zuriefen: „Kauf und restauriere mich!!  Sonst verkomme ich hier in der feuchten Luft“. Den Stolz der Museumsbesitzer-Familie konnten wir dadurch nachempfinden, als die Motoren zwei top-restaurierte Oldtimer gestartet wurden: ein Willy´s Jeep aus den 40er Jahren und eine rote Corvette Split-Window. Sie standen beide nahe des Tores und waren wohl erst vor kurzem dort untergestellt worden.

Weil nun die abgasgeschwängerte Luft das Atmen mehr und mehr erschwerte, verabschiedeten sich die Teilnehmer unserer Gruppe und traten gegen 18:00 h den Heimweg an.

Die Öffnungszeiten des „Fahrzeugmuseums Marxzell“ sind von 14:00 - 17:00 h .

Eine Gruppe sollte sich vorher besser anmelden, um in den Genuss einer Führung zu kommen.

Alexander Seidel

JAG-Sektionsleiter Freiburg


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