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Von der Klassikstadt in den Spessart

Der Flörsbacher Hof ist nicht das Wirtshaus im Spessart, nein, hier zwischen Flörsbach und Kempfenbrunn wird dem Gast nicht durch Spessarträuber aufgelauert sondern die Teilnehmer der Sommerausfahrt der JAG-Sektion Frankfurt/Rhein-Main wurden herzlich empfangen und hervorragend mit Zander, Schnitzeln, Salaten und verschiedensten Getränken während ihrer Mittagsrast auf der Terrasse des Flörsbacher Hofs bewirtet. Dass dieses Lokal nicht das Wirtshaus im Spessart ist, erkannten wir auch eindeutig daran, dass nirgends Liselotte Pulver zu sehen war, Hauptdarstellerin des aus heutiger Sicht leicht klamaukigen Films gleichen Namens von 1957.

Bis zur Mittagsrast war jedoch zunächst die erste Etappe der Sommerausfahrt zu absolvieren und dazu war zu allererst das Treffen am Startplatz angesagt. Martin und Christine Dolleschel riefen und (fast) alle kamen! Im Schatten der ehemaligen Mayfahrt`schen Landmaschinenfabrik, der heutigen „Klassikstadt“ im nördlichen Fechenheim, Stadtteil von Frankfurt am Main, fanden sich 18 Fahrzeuge verschiedenster Baujahre und Modelle unserer geschätzten Marke ein, einen guten Überblick hierzu bieten die begleitenden Fotos.

Wenn Martin Dolleschel eine Ausfahrt organisiert, kann man davon ausgehen, dass die Streckenbeschreibung im Roadbook aus Chinesenzeichen besteht, was bei unseren „Salon-, Genuss- und Herren- oder Damenfahrer/innen“ nicht unbedingt auf ungeteilte Begeisterung stößt, aber nun an denn, Martin will uns wohl noch ein wenig Richtung Rallyeprofessionalisierung erziehen und wir sind ja großzügig und gönnen ihm seinen pädagogischen Impetus.

Los ging es von der Klassikstadt bei bestem Wetter, was in diesem Sommer eigentlich nicht extra erwähnt werden muss (alle, die konnten, fuhren natürlich offen) Richtung Wetterau, in einigen Schleifen um Hanau herum, ein Stück auf der B 8 das Maintal aufwärts und dann östlich hinein in den Spessart.

Dass sich der eine oder andere trotz oder gerade wegen der Chinesenzeichen heftig verfuhr, Teilnehmer zeitweise spurlos verschwanden oder plötzlich die Strecke in umgekehrter Richtung befahrend wieder auftauchten, gehört zu den spannungsreichen und unterhaltsamen Ereignissen einer solchen Tour.

Auch uns passierte es, als ziemlich Letzte in der Klassikstadt gestartet, dass wir im Bereich des durch die Romantiker des frühen 19. Jahrhunderts (Savigny, Brentano, Günderode, Grimm) bekannten Hof Trages eine falsche Abzweigung nahmen, was zu einem kilometerlangen Umweg führte und nach dieser Extraschleife waren wir sicher, die Mittagsrast erst zum Dessert der anderen Teilnehmer zu erreichen. Jedoch weit gefehlt, wir waren bei den ersten die am Flörsbacher Hof eintrafen, andere kamen wesentlich später, was zeigt, wie bereits oben gesagt, dass es noch einiger Schulung bedarf, bis alle Martins Roadbook perfekt umsetzen können.

Nach der wunderbaren Mittagsrast wurden die Fahrzeuge erneut gestartet und das Flörsbachtal abwärts ging es jetzt wirklich hinein in den Spessarträuberwald. Die Mittagsrast war der östlichste Punkt unserer Ausfahrt und daher ging es jetzt wieder zurück, in westlicher Richtung. Durch tiefe schattige Wälder, über kleine kurvenreiche Straßen, durch Orte deren Namen die durchfahrene Landschaft beschreiben: Moosborn, Habichtsthal, Jakobsthal, Heigenbrücken, Wenighösbach oder auch Dachsberg, ein Ort der im Gegensatz zu den vorgenannten auf den Höhen des Mittelgebirges liegt und weite Ausblicke in die Täler von Kahl, Aschaff und Main gewährt. Zum Schluss ging es durch „die Hohl“ von den Höhen wieder abwärts nach Hörstein, dem am Westabhang des Spessarts gelegene Weinort, wo wir auf der Terrasse des „Hofgut“, einem Weinlokal, das durch regionale Speisen und Getränke (nicht nur Wein) und eine gastfreundliche Atmosphäre das passende Ziel dieser gelungenen Ausfahrt bildete.

Zuletzt gilt es Martin und Christine Dolleschel herzlich Dank zu sagen, für eine wunderbare Ausfahrt durch den sommerlichen Spessart, zu in diesem Fall bisher teilweise unbekannten aber sehr lohnenden gastronomischen Zielen, wobei uns zumindest das Hofgut Hörstein seit vielen Jahren vertraut ist, auch als Ziel bei Spessartwanderungen oder nicht selten mit anderen Fahrzeugen als dem Jaguar, nämlich mit dem E-Bike.

Mit diesen Zeilen entlassen wir das Hofgut Hörstein aus dem Status des Geheimtipps und gönnen auch den Jaguarfreunden und anderen den genussvollen Besuch dieses freundlichen Lokals - im Gegensatz dazu war uns der Flörsbacher Hof bisher nicht bekannt. Diesen wiederum nehmen wir dankend und mit Vergnügen in unser Gasthausrepertoire auf.

Text: Albrecht Reinhard
Fotos: Philipp Weckler und Albrecht Reinhard


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