Jaguar Association Germany e.V.



Club-Wappen Club-Wappen des JAG ansehen

Jaguarbilder

  • Jaguar 1
  • Jaguar 2
  • Jaguar 3
  • Jaguar 4
  • Jaguar 5
  • Jaguar 6

Navigation


Inhalt


Im Westerwald nichts Neues

Es ist ein merkwürdiges Jahr, das Jahr 2020. Dabei begann alles wie immer:

Die Sektion Frankfurt-Rhein/Main traf sich am 7. Dezember 2019 zum Weihnachtstreffen. Und dort wurde dann auch die Vorplanung für die Ausfahrten 2020 besprochen. Ich wählte die Herbsttour 2020 und als Termin wurde festgelegt: 26.09.2020 bis 27.09.2020.

Die erste Idee hierfür: Hintertaunus und Westerwald (vielleicht noch mit einem Picknick im britischen Stil?). Der Winter ging so langsam vorbei und die Detailplanung konnte beginnen. Picknick – nein, das wird wohl nichts, Ende September ist das Wetter zu ungewiss. Aber eine Tour durch Hintertaunus und Westerwald, das geht bestimmt.

Also Internet angemacht und auf „Landkartenprogramm“ eine mögliche Route zusammengestellt – dann eine schön gelegene Lokalität für die Mittagsrast ausgesucht. Angerufen; für ca. 20 – 30 Personen – o.k., geht klar. Weiter geplant: es soll ja noch ein Zwischenziel für den Nachmittag geben – Westerwald? Da fällt einem „Kannenbäckerland“ ein. Also gibt es eine Töpferei, die als Zwischenziel geeignet ist – mit Vorführung vielleicht? Ja, gibt es – angerufen; geht! Wir können mit ca. 20 – 30 Personen kommen; es gibt eine Vorführung und Kaffee und Kuchen. Wurde im Internet von ehemaligen Teilnehmer*innen sehr gelobt.

 Und jetzt noch ein geeignetes Hotel für die Übernachtung suchen. Schon schwieriger; entweder fest buchen (obwohl doch die Teilnehmer*innen noch gar nicht feststehen) oder nein; „leider eine vorläufige Reservierung machen wir nicht“. Aber nach ein paar Telefonaten war auch ein passendes Hotel gefunden. Jetzt nur noch eine kleine Abschlussroute geplant und die Lokalität für das abschließende Zusammensein gesucht und gefunden.

So war alles bis Anfang März geplant. Und dann: Lock-down; Alles absagen? Die Einen vermuten; im Sommer/Herbst ist eh alles wieder vorbei. Die Anderen sprechen von der zweiten Welle im September und diesen Sommer geht gar nichts…. Also: wir planen erstmal so weiter. Die Straßen selbst werden doch sicherlich auch noch im Herbst vorhanden sein. Die Autos laufen auch – wenn sie denn dürfen.

Und was tun die Betriebe? Da heißt es abwarten, wie es weitergeht – wann kommen Lockerungen. Mit welchen Auflagen?

Und nun das Gute: Alle Ziele sind bereit die Reservierungen ohne Anzahlungen und unter dem Vorbehalt, dass es denn möglich sein wird, aufrecht zu erhalten. Sowohl was die Zahl der tatsächlichen Teilnehmer*innen angeht, als auch was die Durchführbarkeit angeht. Wir sind vorgemerkt – wenn es durchgeführt werden darf, wird es durchgeführt. Falls nicht, ist für uns kein Geld verloren, keine Buchungsgebühr, kein Storno, kein Risiko! Das war eine große Beruhigung.

Und tatsächlich; nur ein Betrieb – der für die letzte Mittagsrast – hat den Lock-Down nicht überstanden und musste schließen. Die Suche nach einer Alternative zeigte dann: in diesem Jahr finden Kommunionen, Konfirmationen und Hochzeiten eben im September statt – aber es gab doch noch eine schöne Alternative.

Und so ging es dann am 26. September los. Start war in Bad Soden/Ts. Und wie schon im Februar - März befürchtet: kein Picknickwetter! Nach diesem heißen und trockenen Sommer: Regen und kalt! Dennoch kamen alle Teilnehmer mit Ihren Katzen, die Cabrios blieben allerdings geschlossen oder es wurde gleich in der Limousine angereist. Die Tour führte dann wie geplant zunächst zügig aus dem dicht besiedelten Vordertaunus in den Hintertaunus und von dort auf kleinen und kleinsten Straßen durch die Landschaft. Mittags waren wir dann schon im Westerwald, wo uns die „Freimühle“ herzlich empfing. Wunderschön gelegen. Und bei gutem Wetter gibt es sehr nette Sitzplätze draußen – wir waren froh, dass jetzt für uns drinnen gedeckt war. Bei der Abfahrt wurden dann auch noch ein paar Bilder von der ganzen Gruppe, bzw. von den Fahrzeugen gemacht.

Dann ging es weiter: Ziel war jetzt die Töpferei M. Fürst in Alpenrod. Zugegebenermaßen: Das Gebäude von außen ist nicht übertrieben einladend, gelegen in einem kleinen Gewerbegebiet. Aber: Es handelt sich ja auch um einen Gewerbebetrieb. Und der Empfang durch Frau Fürst und ihren Mitarbeiter konnte nicht herzlicher sein! Sie hatte sogar extra am Vortag nochmals angerufen, ob alles so bleibt, wie abgesprochen; Sie wollte nämlich beginnen, den versprochenen Kuchen zu backen.

Da wir allerdings noch relativ satt waren von dem leckeren und reichlichen Mittagessen, bekamen wir zuerst die Vorführung des Töpferhandwerks. So nett, informativ und unterhaltsam habe ich so etwas noch nie erlebt. Und der Schock für alle in der Gruppe, als sie den soeben perfekt gedrehten „Bembel“ mit einem Draht einfach wieder in zwei Teile schnitt – oooh. So konnte sie aber schön zeigen, wie gleichmäßig das Gefäß gelungen ist. Und die Beruhigung für uns: Nein, Abfall ist dies jetzt nicht. Der Ton kann einfach wieder zurück in die vorbereitete Rohmasse gegeben werden, wird wieder durchgeknetet und kann später wieder komplett neu verwendet werden. Und wie scheinbar mühelos ihr perfekte Muster in einem bis dahin noch unverzierten Becher gelangen. Was man dann selbst mal ausprobieren konnte – völlig misslungen, unverkäuflich….

Und danach dann der selbstgebackene Kuchen mit Kaffee – köstlich.

Das dritte Teilstück führte uns dann erst noch durch einen Teil des Westerwalds und dann an der Landesgrenze Rheinland-Pfalz/Hessen entlang bis nach Weilburg.

Dort hatte das Hotel Lahnschleife für uns und – Überraschung! – für eine zweite Gruppe Jaguarfans das gesamte Parkdeck gesperrt.

Wie es der Zufall nämlich wollte war an diesem Wochenende auch noch eine Gruppe der Jaguarfreunde Rhein-Neckar ebenfalls im Hotel Lahnschleife abgestiegen.

So standen dann ca. 25 Jaguare auf dem Parkdeck vor dem Hotel. Ein schöner Anblick.

Der folgende Sonntag war dann immerhin spürbar trockener, wenn auch nicht sonnig. Allerdings hat alles so seine vor- und Nachteile.  Vorteil jetzt: Es gab so gut wie keinen Ausflugsverkehr. Die gewählten Nebenstraßen waren daher schön frei und jeder konnte das Cruisen in seinem Fahrzeug richtig genießen.

Zu guter Letzt waren wir dann noch im Landgasthof Saalburg versammelt und konnten die Tour nochmal gemütlich Revue passieren lassen.

Und wenn man davon absieht, dass in dieser Zeit eben ein paar Regeln eingehalten werden müssen, kann man nur sagen: Es hat dann doch alles sehr gut geklappt. Der Abschluss der touristischen Ausfahrten ist nahezu wie ursprünglich angedacht auch durchführbar gewesen. Also doch: „Im Westerwald nichts Neues“.

Text: Prof. Albrecht Hundhausen

 Fotos: Rüdiger Bonneß, Prof. Albrecht Hundhausen


Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren