Kristallwelten - Mineralien- und Fossilienmuseum in Dietingen
Nach fast 2-jähriger Planungs- und Bauzeit wurde das Museum Welt der Kristalle im März 2011 eröffnet. In einem interessanten und auch architektonisch außergewöhnlichen Museum und Ausstellungsgebäude können die wohl weltweit größte Amethystdruse, ein über 4m hoher und 100 Millionen Jahre alter mit Amethystkristallen bewachsener vulkanischer Hohlraum, ein 220 Millionen Jahre alter versteinerter Wald mit Originalstämmen aus dem Petrified-Forest Nationalparkgebiet in Arizona, viele einzigartige versteinerte Saurierskelette und weitere große Fossilien, sowie beeindruckende bis über 3000 Kg schwere Riesenkristalle aus aller Welt bestaunt werden. In einem Dokumentationsfilm, von Herrn Alexander Müller auf seinen zahlreichen Reisen in die Fundgebiete Südbrasiliens gedreht, erfahren die Besucher vieles über Land und Leute, die Minen und den Abbau sowie über die Verarbeitung der Mineralien und Kristalle. Ganz nach dem Museums-Motto: Naturwunder entdecken, Vergangenheit erforschen, Zeitgeschichte erleben und Erlebnisse mitnehmen, können Eindrücke von Naturwundern aus der ganzen Welt gewonnen werden.
Bettina Baur, eine langjährige Mitarbeiterin, führte uns mit viel Sachverstand und einigen Anekdoten durch das Museum. Der riesige Amethyst ist 4,08 m hoch und wiegt 3.300 kg. Er wurde 2009 in Uruguay gefunden und war damals der größte Amethyst weltweit. 2 Jahre später stand er dann in Dietingen und wurde in das Museum gestellt, noch bevor das Dach drauf war. Die Holzkiste, in der der Amethyst steht, ist noch die originale Transportkiste.
Auf der Galerie befinden sich Mineralien aus aller Welt, aufgeteilt nach den Kontinenten, zudem auch Tiere wie bspw. Schmetterlinge und Käfer. Diese wurden nach dem Tod konserviert und mit feinsten Nadeln in ihre natürliche Haltung gebracht. Die Idee der Galerie besteht darin, Tiere und Mineralien einander gegenüberzustellen, um zu zeigen, dass dieselben Farben sowohl in der Tierwelt als auch bei Mineralien vorkommen. Dadurch werden überraschende Ähnlichkeiten sichtbar und die Besucherinnen und Besucher können entdecken, wie vielfältig Farben in der Natur erscheinen.
Nach dem Besuch im Museumsshop ging es über Rottweil, vorbei an dem 232 Meter hohem Testturm von ThyssenKrupp für Aufzüge, mit Deutschlands höchster Besucherplattform, und der Hängebrücke, die diesen mit der Rottweiler Altstadt verbindet, weiter Richtung Risiberg.
Im Landgasthof Waldeck auf dem Risiberg bei Dürbheim, am Rand der Schwäbischen Alb, kehrten wir zum gutbürgerlichem Mittagessen ein und ließen uns von Frau Hermann und Ihrem Küchenteam mit schwäbischer Hausmannskost verwöhnen.
Da wird jeder Teller zu einem Gaumenschmaus.
Der Landgasthof ist bis an den Bodensee und darüber hinaus bekannt und wird immer gerne, nicht nur bei Ausfahrten, besucht.
So ließen wir den Tag bei bestem Wetter ausklingen.
Rüdiger Przytulla