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Der neue XF V6 Diesel S

Embargo 29. Dezember 2008

Jaguar XF erhält leistungsstärkeren und sehr sparsamen 3,0-Liter-Diesel

„Der neue XF V6 Diesel S kombiniert souveräne Leistungsentfaltung mit bemerkenswert niedrigem Verbrauch. Er beschleunigt in unter sieben Sekunden von 0 auf 100 km/h, erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h und verbraucht im Schnitt nur 6,8 Liter/100 Kilometer, was CO2-Emissionen von 179 g/km entspricht. Er bietet in der Tat das Beste aus beiden Welten.“
Mike O’Driscoll, Managing Director, Jaguar Cars
 

Der neue Jaguar XF Diesel S auf einen Blick
 

  • Modernster, effizientester und stärkster Jaguar-Diesel aller Zeiten
  • Neue Hochleistungsversion XF Diesel S für den europäischen Markt
  • 275 PS starker V6 mit sequentieller Biturbo-Aufladung mobilisiert bis zu 600 Nm an Drehmoment
  • Beschleunigt in unter sieben Sekunden von 0 auf 100 km/h
  • Durchschnittsverbrauch von 6,8 Litern/100 Kilometer – eine Verbesserung von zwölf Prozent gegenüber dem bereits sehr sparsamen 2,7 Liter
  • Zugleich 33 Prozent kräftiger als der Vorgängermotor – bei um zehn Prozent verringertem CO2-Ausstoß
  • Der neue Motor erfüllt ohne spezielle Abgasnachbehandlung die EU5-Norm


Schon bei seiner Weltpremiere auf der IAA 2007 wurde der XF als dramatische Verkörperung einer neuen und mutigen Designsprache für Jaguar gefeiert. Schnell wurde zudem deutlich, dass das Fahrerlebnis die vom aufregenden Design ausgehenden Erwartungen sogar noch übertraf. Nun steigert Jaguar den Fahrspaßfaktor mit dem neuen XF Diesel S auf ein noch höheres Niveau. Trotz der betont dynamischen Leistungsentfaltung behält der XF zugleich die Kernwerte einer betont ausgewogenen und luxuriösen Sportlimousine.
 

Der XF mit dem neuen Hochleistungs-Diesel ist von außen nur an einem diskreten „S“-Abzeichen am Heck zu erkennen. Das 275 PS starke Aggregat beschleunigt den XF in knapp unter sieben Sekunden von 0 auf 100 km/h – und damit 1,8 Sekunden schneller als der 2,7 Liter große Vorgänger. Ebenso beeindruckend ist die Elastizität – so vergehen für den Zwischensprint zwischen 85 und 115 km/h nur 3,2 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 250 km/h begrenzt.
 

Der durch eine sequentiell geschaltete Biturbo-Anlage aufgeladene V6 stellt die Leistung nahtlos und mit großer Flexibilität bereit. Mit der Sechsstufen-Automatik 6HP28 von ZF geht er eine perfekte Symbiose ein.
 


„Das neue Turboladersystem eröffnet schon ab niedrigen Drehzahlen Leitungswerte auf V8-Niveau. Der neue Motor brilliert durch hohe Elastizität und einen bemerkenswert moderaten Verbrauch – und stellt zugleich jene hohe Laufkultur sicher, die Kunden von einem Jaguar Diesel zu Recht erwarten können“, sagt Ron Lee, Chefingenieur im Bereich Antriebsstrang-Entwicklung.
 

Zusätzliche Variante mit 240 PS

Zusätzlich zu der Top-Motorisierung bietet Jaguar auch eine 240 PS starke 3,0-Liter-Version an, die gegenüber dem bisherigen 2,7 Liter jeweils 15 Prozent mehr Leistung und Drehmoment freisetzt. Sie beschleunigt den XF in 7,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h – eine volle Sekunde schneller als der Vorgänger. Die Zeitspanne für die Beschleunigung von 85 auf 115 km/h ist mit 3,7 Sekunden nur 0,5 Sekunden länger als bei der 275 PS starken Leistungsstufe. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 240 km/h. Die Verbrauchs- und Emissionswerte entsprechen mit 6,8 Litern/100 km und 179 g/km CO2 jenen des S-Motors.
 

Parallel zur Einführung des neuen Diesel-Triebwerks wertet Jaguar die XF-Baureihe durch neue Ausstattungs-Features und Interieur-Trims zusätzlich auf – gleichzeitig wird die Angebotspalette um eine besonders luxuriöse Portfolio-Variante ergänzt.
 

Die XF-Kunden können ab Januar 2009 die neuen XF Dieselmodelle bestellen. Die Markteinführung ist für April 2008 geplant.
 

„Der aktualisierte XF interpretiert die für Jaguar so charakteristische Tugend des ‚sportlichen Luxus‘ neu. Unsere Designer und Ingenieure arbeiten gemeinsam an eleganten und inspirierenden Lösungen für komplexe technische Aufgaben. Eineeinfache, aber sehr effektive Vorgehensweise, aus der in diesem Fall ein großartiger neuer Diesel-Motor entstanden ist“, sagt Mike O’Driscoll.

Schon der Jaguar XF 2,7 D sammelte bereits zahlreiche Preise und Auszeichnungen – darunter What Car’s ‚Diesel Car of the Year‘ und ‚Car of the Year“ sowie den von der Association of Scottish Motoring Writers verliehenen Titel ‚Best Diesel of 2008“. Darüber hinaus kürte ihn der Environmental Transport Association’s Car Buyers Guide 2008 zum zweiten Mal infolge zum „grünsten Luxuswagen Großbritanniens“.
 

Der neue 3,0-Liter-V6 Diesel im Detail

Aufbauend auf den bei der Entwicklung des 2,7 Liters gewonnenen Erfahrungen demonstriert Jaguar beim neuen 3,0-Liter-V6, dass zwischen hoher Leistung und moderaten Verbräuchen und Abgasemissionen kein Widerspruch bestehen muss. Im XF emittiert der neue Motor zehn Prozent weniger CO2 als der hubraumkleinere Bruder – bei zugleich 33 Prozent mehr Kraft in der „S“-Dosierung. Des weiteren erfüllt der neue Dreiliter bereits heute die erst 2011 in Kraft tretende Abgasnorm Euro 5. Die Musterwerte werden komplettiert durch einen für beide Leistungsstufen gleich niedrigen Durchschnittsverbrauch von 6,8 Litern/100 Kilometer – eine Verbesserung um zehn Prozent im Vergleich zum 2,7 Liter.
 

Twin-Turbo-Anlage – maximale Effizienz und spontanes Ansprechverhalten
Ein Kernbestandteil des neuen Triebwerks ist die zum weltweit ersten Mal an einem V-Motor realisierte Aufladung mittels parallel und sequentiell geschalteter Turbolader. Vorteile dieses Layouts sind ein fülliges Drehmoment über den gesamten Drehzahlbereich, eine verbesserte Reaktion auf Gaspedalbewegungen und niedrige CO2-Emissionen. Schon ab niedrigen Drehzahlen packt der Motor kräftig zu – und bekommt bei hohen Drehzahlen deutlich spürbar einen „zweiten Wind“.

Im normalen Alltagsbetrieb – so auch bei Fahrten mit konstanter Drehzahl auf dicht befahrenen Autobahnen – erledigt ein dank variabler Turbinengeometrie besonders schnell ansprechender VNT-Lader (Variable Nozzle Turbocharger) die Arbeit alleine. Der kleinere Verdichter mit nicht verstellbaren Schaufeln bleibt derweil inaktiv, wodurch Energie gespart und die Effizienz erhöht wird. Erst wenn die Motordrehzahl auf über 2.800/min steigt, tritt der zweite Lader binnen 300 Millisekunden zusätzlich in Aktion. Dieser Vorgang geht übergangslos und sanft vonstatten – weder ein Turboloch noch ein kleiner Leistungssprung verraten dem Fahrer, dass nun beide Verdichter im Duett tätig sind.
 

Zum Antrieb eines Turboladers ist bekanntlich Druck aus dem Auspuffsystem nötig, was zu Pumpverlusten im Motor führt und den Verbrauch steigert. Um dem vorzubeugen, koppeln vom Motormanagement gesteuerte Ventile den kleinen Lader im passiven Betrieb vom Auspuffstrom und vom Einlasstrakt des Motors komplett ab.
 

Im neuen XF-Diesel verrichtet der große Lader die Hauptarbeit
Bereits auf dem Markt befindliche sequentielle Twin-Turbo-Anlagen nutzen den kleineren Lader gewöhnlich für den unteren und mittleren Leistungsbereich – der größere wird dagegen nur zum Abrufen hoher Leistung zugeschaltet. Anlagen mit diesem Arbeitsprinzip haben Nachteile in Gestalt eines erhöhten Abgasgegendrucks und erhöhter Pumpverluste. Anders bei Jaguar: Durch die längere Einsatzzeit des größeren VNT-Laders werden nicht nur die Pumpverluste, sondern auch der Verbrauch und die CO2-Emissionen reduziert.
 

Die Jaguar-Ingenieure legten im Übrigen ganz besonderen Wert auf ein spontanes Ansprechverhalten des Laders. Folge: Der intern „AJ-V6D Generation III“ genannte 3,0-Liter braucht in der „S“-Ausführung nur 500 Millisekunden, um aus dem Leerlauf bereits 500 Nm an Drehmoment aufzubauen.
 

Common Rail-Direkteinspritzanlage der dritten Generation
Die im XF 3,0 D zum Einsatz kommende Common Rail-Einspritzung der dritten Generation arbeitet mit Einspritzdrücken von bis zu 2.000 bar. Die Einspritzdüsen tragen an ihren Spitzen jeweils sieben Löcher, durch die der injizierte Dieselkraftstoff besonders fein zerstäubt in die Brennräume gelangt. Dank neuer und besonders schnell agierender Piezo-Düsen sind pro Verbrennungszyklus bis zu fünf Einzeleinspritzungen möglich, was eine weichere, leisere und gründlichere Verbrennung fördert.
 

Kleine Kristall-„Pakete“ betätigen die Einspritzdüsen. Sie werden mit einer elektrischen Spannung durchströmt und dehnen sich dabei aus. Die Reaktionszeit ist extrem kurz, doch können beim Aktivieren deutliche „Click“-Geräusche entstehen. Damit dies den Komfort nicht beeinträchtigt, hat Jaguar die Kristalle der neuen Injektoren möglichst nahe an die Düsenspitzen verlegt – so liegen sie tiefer im Motor als gewöhnlich, was die Geräuschisolation verbessert.
 

Ein weiteres neues Detail ist der „Metering Mode“. Traditionelle Common Rail-Pumpen überversorgen die Einspritzdüsen, so dass der überflüssige Kraftstoff zurück in den Tank geleitet werden muss. Auf dem Weg dorthin erwärmt sich dieser, und die als Ausgleich benötigte Kühlung verzehrt unnötig Energie. Im bedarfsgerecht arbeitenden „Metering Mode“ des neuen Jaguar-Motors stellt die Kraftstoffpumpe dagegen immer nur soviel Diesel bereit wie gerade nötig.
 

Kompakt, leicht und sauber
Die beiden Zylinderköpfe mit je vier Ventilen pro Zylinder bestehen aus Aluminium; der Zylinderblock ist aus CGI (Gusseisen mit Vermikulargraphit) gegossen. Dank dieses hochfesten Stahlguss gelang es Jaguar, für den neuen Diesel einen kompakteren Block zu entwerfen – er ist 80 Millimeter kürzer als ein vergleichbares Triebwerk aus konventionellem Grauguß.
 

Das neue, wassergekühlte Abgasrückführungssystem (EGR) arbeitet effizienter und energieärmer als jenes im 2,7-Liter-Motor. So kann es wirkungsvoll Pumpverluste und NOx-Emissionen (Stickoxide) minimieren. Die Ventile, welche den Auspuffgasen den Weg ins System freimachen, sitzen nahe am Auspuffkrümmer und damit auf der „heißen“ Seite des V6. Sie kühlen daher während des Fahrbetriebs nie ab, so dass im Gegensatz zu Motoren, an denen die Ventile auf der „kalten“ Seite sitzen, das EGR immer mit maximaler Effizienz arbeitet.
 

Dank der sehr effizienten Kühlung können die Auspuffgase bei kaltem Motor über einen neuen Bypass direkt zum Auspuffkrümmer zurückströmen – und so zum schnelleren Aufwärmen des V6 beim morgendlichen Kaltstart beitragen. Folge sind reduzierte Emissionen in der Aufwärmphase. Erst wenn der Motor seine Betriebstemperatur erreicht hat, schließt der Bypass und ein Teil der Abgase wird im Teillastbereich der angesaugten Frischluft zugemischt. Das Gemisch senkt die Verbrennungstemperaturen - und damit die Bildung von umweltschädlichen Stickoxiden (NOx).
 

Der neue AJ-V6 D-Motor erfüllt schon heute die erst 2011 in Kraft tretende Euro 5-Norm – und zwar mit konventionellem Oxydations-Kat und Dieselpartikelfilter. Der Stickoxid-Ausstoß wird sozusagen direkt an der Quelle durch das Design der Brennräume, die neue Common Rail-Einspritzanlage und das ebenfalls neue EGRSystem samt Bypass deutlich reduziert. Eine spezielle Nachbehandlung der NOx-Anteile ist daher nicht nötig – sie hätte wegen des Einsatzes hochwertiger Edelmetalle nicht unerhebliche Zusatzkosten verursacht.

 
Für einen Diesel bemerkenswert leise

Der CGI-Block und die Piezo-Injektoren mit ihren präzisen Mehrfacheinspritzungen reduzieren die Geräuschemissionen der neuen Maschine bereits deutlich. Zusätzlich unterdrücken die Gehäuse der Nockenwellen, die Verkleidungen im vorderen Motorraumbereich sowie eine optimierte Ölwanne das Abstrahlen von Lärm. Die Motorkapselung weist eine gerippte Struktur auf, während das Gehäuse des Ölsumpfs aus geräuschschluckendem Stahl (SDS, Sound Deadening Steel) gefertigt ist. Dieser verfügt über eine Polymer-Einlage, die in Sandwich-Manier zwischen zwei Lagen Stahl eingelegt wird.


Auch die interne Reibung des Motors – ein maßgeblicher Faktor für unnötig hohen Verbrauch – haben die Jaguar Ingenieure durch sorgfältiges Feintuning an Kurbelwelle, Ventilen und Kolben weiter gesenkt. Zusammen mit den oben beschriebenen Maßnahmen ist der neue AJ V6D Generation III-Motor daher einer der leisesten Premium-Diesel, die heute auf dem Weltmarkt erhältlich sind.
 

Ein großer Schritt nach vorn
Der neue Top-Diesel für den Jaguar XF setzt dank seiner parallelen und sequentiellen Turboladeranlage, der dritten Generation der Common Rail-Direkteinspritzung und dem deutlich effizienter arbeitenden EGR-System in punkto Leistung, Art der Kraftentfaltung und Laufkultur neue Standards im Premium-Diesel-Segment. Mick Mohan, Jaguar Programm-Direktor: „Die Tatsache, dass wir den CO2-Ausstoß bei diesem Motor auf 179 g/km reduzieren konnten, zeugt von den Bemühungen, einen für die Klasse konkurrenzlos niedrigen Verbrauch zu erzielen. Doch werden die XF-Kunden die phantastische Leistungsentfaltung genauso zu schätzen wissen. Insgesamt steht der Motor in bester Jaguar-Tradition, indem er ein souveränes Leistungsangebot bietet und zugleich die Laufkultur auf ein für Dieselaggregate neues Level hebt.“