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JAG-Jahrestreffen 2014 - Durbach (Schwarzwald)

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Nach dem Jahrestreffen ist vor dem Jahrestreffen! Durbach 2014 liegt hinter uns. Wer nicht dabei war, hat sicherlich etwas verpaßt.
Zur "Nachlese folgt noch einmal die seinerzeitige Bewerbung für Durbach.

Nein, im Schwarzwald tragen nicht alle Mädels Hüte mit roten Bommeln. Und ja, der Schwarzwald hat auch an Sonntagen geöffnet.

Um also gleich einmal mit zwei Märchen aufzuräumen: Die roten Bommeln am Hut tragen nur ledige, evangelische Frauen, und dies auch nur in ganz bestimmten Regionen des Schwarzwalds. In Gutach, Kimbach und Homberg-Reichenbach nämlich. Durch zahlreiche im Schwarzwald spielende Heimatfilme der fünfziger Jahre – herausragend hier Sonja Ziemann in „Schwarzwaldmädel“ von 1950 – wurde der Bollenhut rasch, aber fälschlicherweise, als typisch für den Schwarzwald bekannt.

Und die Frage nach den Öffnungszeiten des Schwarzwalds, die vor Jahren einmal ein amerikanischer Tourist stellte, sorgt auch heute noch für Lacher – nicht nur im Schwarzwald.

Wer sich weiter über eine der beliebtesten Urlaubsregionen Deutschlands und ihre Geschichte informieren möchte, dem sei das Buch „Wie der Schwarzwald erfunden wurde“ ans Herz gelegt (Silberburg-Verlag, 200 Seiten mit 200 Abbildungen, ISBN 978-3-8425-1193-4, Preis 19,90 Euro).

Ganz so leer wie in den Filmen der Fünfziger geht es heute auf den Straßen durch den Schwarzwald nicht mehr zu, aber auf Nebenstrecken kann man doch noch wohltuende Entschleunigung erfahren. Und auf eben diesen Straßen und Sträßlein werden die Ausfahrten des Jahrestreffens der Jaguar Association Germany vom 17. bis 20. Juli 2014.

Dreh- und Angelpunkt wird dabei das Hotel Ritter in Durbach nahe Offenburg sein. Nach den im November vergangenen Jahres abgeschlossenen Ausbau- und Renovierungsarbeiten kann das Hotel Zimmer in vier verschiedenen Kategorien bereitstellen (Standard, Komfort, Komfort Deluxe sowie drei Suiten). Das Jahrestreffen ist für 60 Fahrzeuge, also maximal 120 Personen ausgelegt, es gilt das bewährte „first come, first serve“. Wer sich also frühzeitig anmeldet – auf die kleine Notiz auf der News-Seite des Dezember-JAGMAG hin haben bereits elf Teams fest gebucht – der ist dabei.

Durbach ist auch als Weindorf bekannt. Da könnte es gut sein, dass man nach einer Ausfahrt die Fahrzeuge beim Hotel abstellt und noch schnell auf eine Weinprobe in ein Weingut einkehrt. Neben der Durbacher Winzergenossenschaft gibt es sage und schreibe sechs weitere Weingüter in dem kleinen Ort.

Wem nicht nach Rebensaft ist, sondern nach etwas „Wellness“, dem sei ein Bad im Hotel-eigenen Pool empfohlen, wo man bestens relaxen kann. 

Durbach ist auch als Weinort bekannt – außer der Winzergenossenschaft gibt es sechs weitere Weingüter, in denen edle Tropfen angeboten werden.

Doch schließlich soll auch die Gegend erkundet werden – schließlich ist die JAG ein Automobilclub. Der Schwarzwald drängt sich mit seinen vielen kleinen Berg- und Talstraßen geradezu für Fahrten mit klassischen Fahrzeugen an, und so werden auch die beiden Touren am Freitag und Samstag landschaftliche Reize und tolle Ausblicke bieten. Typische Schwarzwaldhöfe mit den tief nach unten gezogenen und mit Holzschindeln gedeckten Dächern, weitläufige Bergwiesen, dichte Waldstücke – hier versteht man recht schnell, woher der Schwarzwald seinen Namen hat – und Panoramablicke ins Rheintal liegen an der Strecke.

Derzeit ist in Planung, dass die JAG-Tour an einem der beiden Ausfahrtstage auch über den berühmten Schauinsland bei
Freiburg führt. Bei gutem Wetter kann von der Passhöhe aus bis weit ins Elsass hinein geblickt werden. Und Drachenflieger sowie Gleitschirm-Akrobaten sind im Sommer hier oben auch zahlreich anzutreffen und sorgen für atemloses Staunen bei den Zuschauern, wenn sie sich von
der Rampe in die Tiefe stürzen.

Kurvennamen wie Diesendobel, Tiefenbach, Brünnele oder Weißenfels sind heute nur noch eingefleischten Rennfans ein Begriff. Die Holzschlägermatte im oberen Bereich der Strecke aber, etwa drei Kilometer vor dem Ziel nach der oberen Rasthauskurve hingegen, ist heute noch
vielen ein Begriff. Hans Stuck siegte auf dieser Strecke vor achtzig Jahren, 1934, mit dem damals ganz neuen Auto-Union-Sechzehnzylinder, den Ferdinand Porsche entwickelt hatte. Und wenig später hatte Stuck den Namen „Bergmeister“ weg.

Mittags wird es genügend Zeit für eine Pause geben, schließlich will man sich auch einmal ohne zu großen Zeitdruck unterhalten. Und an einem der Abende geht es in Durbach hinauf zum Schloss Staufenberg.

Staufenberg? Im Jubiläumsjahr des 20. Juli 1944 passt das ja wie gerufen, wenngleich sich der mutige Freiherr Stauffenberg mit zwei „f“ schrieb.

Und wem es besonders gut im Schwarzwald gefällt, der sollte sich jetzt schon überlegen, ob er vielleicht den ein oder anderen Tag anhängt. Kleiner Tipp: Auch das Hotel Ritter verfügt über einen urgemütlichen Weinkeller, in dem es sich trefflich feiern lässt.

Und nun los: Nennformular abgeschickt und ans Organisationsbüro geschickt.

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst...
mike