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JAG-Jahrestreffen 2011

Bad Nauheim vom 14. bis 17. Juli 2011

Nachdem die Sektion Köln im November die Ausrichtung des JAG-Jahrestreffens 2011 an den Club zurückgegeben hatte, musste schnell ein Ersatz her.

Er ist gefunden, und er liegt in der Mitte Deutschlands und Hessens, gut über die Autobahnen A5, A8-45-A5, A2-A45-5 zu erreichen: Bad Nauheim, Deutschlands größtes Jugendstil-Bad, bekannt auch für seinen Rosenort Steinfurth. 2010 fand in Bad Nauheim die Landesgartenschau statt. Ausrichter des Jahrestreffens ist die Sektion Frankfurt/Rhein-Main.

Kurhaus

Das Treffen beginnt am Donnerstag, 14. Juli 2011, mit der Anreise der ersten Teilnehmer. Es werden verschiedene Veranstaltungspakete angeboten (siehe Beilage in dieser JAGMAG-Ausgabe). Wer nicht genügend Zeit findet, schon am Donnerstag anzureisen - wobei sich dies gerade bei einer weiteren Anreise anbietet - der kann auch erst am Freitagnachmittag dazustoßen.

Zwei Ausfahrten stehen auf dem Programm: Eine führt am Freitag ins Marburger Land, wo ein Picknick in einem im englischen Stil errichteten Schloss organisiert ist. Am Samstag führt die Ausfahrt in den nahen Vogelsberg, wo das Höhenrestaurant Taufsteinhütte komplett für uns reserviert ist.

Die Abendessen finden alle im Dolce Hotel statt, wobei jedesmal ein anderer Raum zur Verfügung steht: Am Donnerstag der Spigelsaal, am Freitag die Arkaden zu einem Grillbuffet und am Samstag..., na, das wird hier noch nicht verraten. Es kann aber sehr gut sein, dass alle, die an diesem besonderen Abend dabei waren, noch Jahre später davon erzählen werden.

Neugierig geworden? Dann melden Sie sich am besten gleich an, denn das Treffen ist auf maximal 70 Fahrzeuge á zwei Personen limitiert.

Besonders schön wäre es, wenn im Jubiläumsjahr des E-Type zahlreiche Fahrzeuge dieses Typs zum Jahrerstreffen kommen würden. Die Hälfte der Fahrzeuge darf übrigens auf der Ballustrade direkt am Kurpark Aufstellung nehmen (Security ist in allen drei Nächten selbstverständlich vor Ort), so dass wir eine bunt gemischte Palette der Jaguar-Historie präsentieren können. Die anderen Fahrzeuge können in der Tiefgarage des Hotels parken.

Und nun noch ein paar Informationen über Bad Nauheim.

Das Kurbad

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts verschickten die Bad Nauheimer Sole zur Behandlung Kranker nach Wilhelmsbad bei Kassel und Hanau. Im benachbarten Friedberg nutzten bereits zwei Ärzte die heilende Wirkung des salzigen Wassers. Mit der Gründung der „Ersten Solbadeanstalt zu Nauheim" begann dann der Aufstieg zum Heilbad. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden neue Badehäuser und immer mehr Unterkünfte für die Kurgäste. Dank des 1846 hervorgebrochenen „Großen Sprudels" und des kurze Zeit später erbohrten Friedrich-Wilhelm-Sprudels verfügte man über genug Quellwasser für die Behandlung der zahlreichen Badegäste.

Um 1900 gehörte Bad Nauheim zu den führenden Bädern Deutschlands. Die stetig steigende Zahl an Kurgästen führte dazu, dass der Andrang in den bestehenden Badehäusern kaum noch zu bewältigen war. Darüber hinaus besuchten immer mehr Gäste aus dem Adel und der Hochfinanz die aufstrebende Kurstadt. Bad Nauheim hatte das Glück, mit Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein (1868-1937) einen äußerst fortschrittlichen und kunstbegeisterten Landesfürsten zu haben: Ihm verdankt Bad Nauheim seine weltweit einzigartigen Jugendstilanlagen. Unter der Leitung des Großherzoglichen Regierungsbauinspektors Wilhelm Jost kam es zwischen 1902 bis 1912 zu einer einheitlichen Gestaltung der Bade-, Kur- und Wirtschaftsanlagen.

Zwischen 1905 und 1912 entstand der Sprudelhof mit insgesamt 386 Badezellen, Verwaltungsgebäuden und neuen Fassungen für die Sprudel. Mit seinen reich verzierten Badehäusern, den üppig ornamentierten Wartesälen und Schmuckhöfen zählt er zu den eindrucksvollsten Zeugnissen des deutschen Jugendstils. Schmuckhöfe und Warteräume der sechs Badehäuser wurden individuell mit zahlreichen künstlerischen Details gestaltet. Die Ornamentik der Brunnen, Figuren und Dekore bezogen sich dabei auf das Wasser als gesundheitsspendende Kraft.

Allerlei Meeresgetier, wie Muscheln, Fische, Seesterne und Krebse, aber auch mythische Gestalten, wie Nymphen, Nixen oder die Rosse Poseidons bewegen sich zwischen Wellen, Kohlensäurebläschen und sprudelnden Quellen. In der Mitte der Anlage entspringen in einem großen Sprudelbecken zwei schaumweiße Fontänen: der Große Sprudel und der Friedrich-Wilhelm-Sprudel. Daneben befindet sich der Ernst-Ludwig-Sprudel in einem von acht Robben getragenen Becken.

Auch das von 1862 bis 1864 erbaute Kurhaus wurde umgestaltet und ausgebaut: Terrasse und Kurgarten wurden erweitert und ein Musiktempel errichtet. Außerdem baute man einen großen Konzertsaal - reich geschmückt mit abstrakten und figürlichen Jugendstilmalereien. Einen Teil dieser Anlage nutzt auch das später angebaute Vier-Sterne-Hotel Dolce, in dem die Teilnehmer des JAG-Jahrestreffens wohnen werden.

Als der berühmte Gartenarchitekt Heinrich Siesmayer vor mehr als 150 Jahren im großherzoglichen Auftrag einen englischen Landschaftspark anlegte, konnte er noch nicht ahnen, dass sich dieses Projekt zu einem wahren Gesamtkunstwerk ausweiten würde. Heute ist der altehrwürdige Kurpark von Bad Nauheim Teil einer der größten und attraktivsten Parklandschaften Europas. Ganz Bad Nauheim ist eine einzige Komposition aus Gartenkultur und Baukunst.

Im Reich der Rosen

Bad Nauheim blüht. Sommer für Sommer laden die Rosenbauern des Stadtteils Steinfurth in ihre Gärten ein. Die üppigen Farben der Rosenfelder und der betörende Duft der seltenen historischen und auch modernen Sorten verzaubern die Sinne. Im ältesten „Rosendorf" Deutschlands pflegt man heute, wie auch schon vor über 140 Jahren, die Kultur des Rosenanbaus. Gartenliebhaber aus aller Welt reisen hierher, um beim Steinfurther Rosenfest dabei zu sein.

An beiden Ausfahrtstagen wird es für Interssierte Nachmittags genügend Zeit geben, auf eigene Faust einen Abstecher nach Steinfurth zu machen.

Elvis Presley

Das Dolce Hotel hat eine markante Adresse: Elsiv-Presley-Platz 1. Bad Nauheim und Friedberg schmücken sich heute noch mit dem unvergessenen Star. Am 1. Oktober 1958 kam der „King of Rock'n' Roll" in der US-Kaserne Ray Barracks in Friedberg an, um in Deutschland seinen Militärdienst abzuleisten.

„So viel Lärm um diesen heulenden Derwisch", schrieb die heimische Presse damals. Wenige Tage nach Presleys Ankunft folgten sein Vater Vernon, seine Großmutter Minnie Mae und die beiden Leibwächter Red West und Lamar Fike. Als Wohnort wählte man das benachbarte Bad Nauheim und residierte dort zunächst im Park-Hotel. Doch nach nur fünf Tagen zog der Clan weiter ins Hotel Grunewald in der Terrassenstraße, nahe dem Kurhaus. Bis zum 3. Februar 1959 bewohnte Elvis dort das Zimmer 10. Danach mietete die Familie das Privathaus Goethestraße 14, in dem alle bis zum Ende des Aufenthalts eine dauerhafte Bleibe fanden. Am 2. März 1960 verließ Elvis Presley Bad Nauheim. Auf dem Cover von „A Big Hunk of Love" posiert Elvis übrigens vor dem Bad Nauheimer Burgtor.

 

Wer sich übrigens für weitere Informationen über Bad Nauheim interessiert, dem sei die Internetseite www.bad-nauheim.de empfohlen. Auskünfte gibt es auch in der Bad Nauheimer Tourist Information, Telefon (06032) 929920 oder per E-Mail an info@bad-nauheim.de  

 

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