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07 Kennzeichen

MERKBLATT über die Verwendung von Roten Kennzeichen zur wiederkehrenden Verwendung nach der 49. Ausnahmeverordnung zur Straßenverkehrs- Zulassungs-Ordnung (StVZO)

Rote Kennzeichen zur wiederkehrenden Verwendung nach der 49. Ausnahmeverordnung dürfen nur an Oldtimer-Fahrzeugen verwendet werden, die cirka 20 Jahre alt sind und für die ein besonderer Fahrzeugschein durch die Zulassungsbehörde ausgegeben wird.

Mit den Kennzeichen dürfen nur Fahrten im Rahmen von “offiziell angesetzten” Oldtimertreffen bzw. –veranstaltungen durchgeführt werden, die der Darstellung von Oldtimer-Fahrzeugen und der Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes dienen. Die An- und Abfahrten zu diesen Veranstaltungen sowie Probe-, Prüfungs- und Überführungsfahrten (nicht aber z.B. Nutz- und Gebrauchsfahrten) dürfen ebenfalls mit diesem Kennzeichen durchgeführt werden.

Das 07er-Kennzeichen ist nicht im Rahmen eines “Fahrzeughandels” für Probefahrten zwecks ständiger An- und/oder Verkäufe zu nutzen.

Die Kennzeichen dürfen nicht Dritten für deren Zwecke zur Verfügung gestellt werden. Es dürfen nur die amtlich abgestempelten Kennzeichenschilder verwendet werden. Fahrten mit nicht abgestempelten Schildern (d.h. ohne Plaketten) sind nicht zulässig.

Bei Fahrten unter Verwendung eines roten Kennzeichens darf am Fahrzeug kein anderes Kennzeichen sichtbar sein.

Die roten Kennzeichen müssen an den vorgesehenen Stellen am Fahrzeug ausreichend befestigt werden; die Ablage im Fahrzeug hinter der Windschutzscheibe ist nicht zulässig. Es gelten die Vorschriften des § 60 StVZO, die u.a. den Anbringungsort von Kennzeichen -auch für ständige rote Kennzeichen- regeln.

Rote Kennzeichen dürfen nicht an noch zugelassenen und/oder verkehrsunsicheren oder erheblich mangelhaften Fahrzeugen Verwendung finden.

Bei Erst- und Neuzuteilung des Oldtimerkennzeichens als auch Erweiterung der Oldtimerliste ist nunmehr kein Nachweis über die Verkehrssicherheit des Fahrzeuges / der Fahrzeuge in Form einer Verkehrssicherheitsprüfung (bzw. eines HU-Berichtes) von einer amtlich anerkannten Überwachungsorganisation vorzulegen (Urteil des Verwaltungsgericht Minden vom August 2002). Ich gehe jedoch davon aus, dass die sich in der Liste befindlichen Fahrzeuge sorgfältig gewartet und gepflegt werden und empfehle Ihnen regelmäßige Fahrzeugprüfungen durch amtlich anerkannte Sachverständige, so dass die Verkehrssicherheit der Kraftfahrzeuge stets gewährleistet ist bzw. bleibt. Technische Änderungen an diesen Fahrzeugen sind grds. umgehend, ordnungsgemäß in die Kfz-Papiere einzutragen (die Bau- u. Beschaffenheitsvorschriften zu den Fahrzeugen sind einzuhalten). 

Die gleichzeitige Nutzung von zwei Kennzeichenschildern mit gleicher Erkennungsnummer an zwei Fahrzeugen ist nicht gestattet (z.B. gleichzeitiges Überführen von PKW und Anhänger als eine Einheit). Einzeilige Kennzeichenschilder dürfen für Kräder grundsätzlich nicht verwendet werden.

Laut dem Ministerium für Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen können bei mehrspurigen Fahrzeugen (z.B. PKW, Kraftrad und Leichtkraftrad im Fuhrpark) wegen den unterschiedlichen Anbringungsstellen bzw. Kennzeichengrößen auf Nachweis bis zu 2 einzeilige und 2 zweizeilige Schilder des betreffenden Kennzeichens abgestempelt werden.

Bei der Abstempelung von mehreren Kennzeichenschildern muss gewährleistet sein, dass immer nur ein Fahrzeug aus dem “bestehenden und eingetragenen” Fahrzeugbestand bewegt wird und die übrigen Kennzeichenbleche unter Verschluß gehalten werden.

Die Nutzung roter Kennzeichen ist grundsätzlich nur in Deutschland zulässig. In Italien, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden finden die Dauerkennzeichen im Rahmen “loser” mündlicher bzw. teilweise schriftlicher Vereinbarungen (“Gegenseitigkeitsabkommen”) Anerkennung. In anderen Länder ist die Nutzung roter Kennzeichen zur wiederkehrenden Verwendung nicht zulässig. Doch auch in den o.g. Staaten “Italien, Schweiz, Österreich und Niederlande” kann es trotz des “Gegenseitigkeitsvertrages” zu Missverständnissen innerhalb des jeweiligen Landes kommen, so dass von Zulassungsbehördenseite her, die Nutzung der Dauerkennzeichen grundsätzlich nur auf deutschem Gebiet empfohlen wird.

Verlust oder Diebstahl von Kennzeichen ist der Kfz-Zulassungsbehörde sofort unter Vorlage einer Verlusterklärung/Sachverhaltsschilderung, des Fahrzeugscheinheftes und der fortlaufenden Aufzeichnungen anzuzeigen; sofern nur ein Kennzeichenschild abhanden gekommen ist, ist/sind das/die andere/n Schild/er gleichzeitig abzugeben; so dass danach eine Umkennzeichnung erfolgen kann. Der Diebstahl eines roten Kennzeichens ist vorher der zuständigen Polizeidienststellen anzuzeigen. Bei Verlust oder Diebstahl von roten Fahrzeugscheinen und/oder laufenden Aufzeichnungen gilt v.g. entsprechend.

Denken Sie daran, dass Sie dem Diebstahl und der unberechtigten Verwendung Ihres Roten Kennzeichens Vorschub leisten, wenn Sie ein Fahrzeug, welches mit Dauerkennzeichen versehen ist, längere Zeit unbeaufsichtigt abstellen (z.B. über Nacht). Beachten Sie allerdings, dass auf öffentlichem Verkehrsraum das Fahrzeug mit den roten Dauerkennzeichen versehen sein muss. Nur auf Privatgelände darf das Kraftfahrzeug ohne Kennzeichenschilder verbleiben.

Falls ein Fahrzeug aus der Oldtimer-Liste “normal” zugelassen oder verkauft werden soll, ist der rote Fahrzeugschein umgehend bei der Zulassungsbehörde einzureichen, das Fahrzeug aus der Liste streichen zu lassen und entsprechend - nicht mehr zu benutzende Kennzeichenschilder (bei mehreren Kennzeichengrößen) zur Entstempelung vorzulegen. Der rote Fahrzeugschein ist auch dann unaufgefordert abzugeben, wenn ein Fahrzeug nur für einen Tag zugelassen werden soll (wg.Verhinderung der Löschung), um es am nächsten Tag wieder abzumelden und in die “07er-Liste” zu nehmen. Möchten Sie ein Fahrzeug neu in Ihre Oldtimer-Liste aufnehmen, legen Sie bitte vorhandene Fahrzeugpapiere und die laufenden Aufzeichnungen vor.

Bei Aufnahme oder Streichung eines Fahrzeuges aus der Oldtimer-Liste ist jedoch nicht nur die Zulassungsbehörde zu informieren, sondern ebenfalls der Versicherer zu benachrichtigen.

Die durchgeführten Fahrten sind lückenlos in einem Fahrtenbuch zu erfassen. Folgende Angaben müssen im Fahrtenbuch enthalten sein:

 

  • Das verwendete rote Kennzeichen
  • Beginn und Ende der Fahrt (Tag und Uhrzeit)
  • Fahrtstrecke (Anfang/Ende) und Zweck der Fahrt (z.B. Probefahrt) 
  • Art und Hersteller des Fahrzeuges
  • Fahrzeug-Identitäts-Nr. (hier reicht die Angabe der letzten 6 Ziffern)
  • Name und Anschrift des Fahrzeuglenkers
  • Die fortlaufenden Aufzeichnungen sind ständig am Wohnsitz aufzubewahren und zwar noch ein Jahr nach der Vornahme der letzten Eintragung. Die laufenden Aufzeichnungen und der/die rote/n Fahrzeugschein/e ist/sind zuständigen Personen auf Verlangen zur Prüfung vorzulegen.


Der tabellarische Aufbau des Verwendungsnachweisheftes kann durchaus per PC vorbereitet werden. Die einzelnen Angaben sind jedoch handschriftlich nach der Fahrt einzusetzen. Eine EDV-mäßige Auflistung der verlangten Daten ist nicht gestattet, da die laufenden Aufzeichnungen jederzeit “offen” einsehbar sein müssen und nachträgliche Zusätze, Abänderungen und/oder Erweiterungen ersichtlich werden sollen. Das Fahrtennachweisbuch ist übersichtlich, mit Sorgfalt zu führen und in Form eines Heftes oder Ringbuches zu fassen. Loseblattsammlungen sind nicht zulässig.

Eine Änderung der Wohnanschrift ist unverzüglich der Zulassungsbehörde unter Vorlage des/der roten Fahrzeugscheines/Fahrzeugscheine anzuzeigen.

Die Kennzeichenschilder, der/die Fahrzeugschein/e und der besondere Fahrtennachweis sind bei Abmeldung des Oldtimerkennzeichens vorzulegen. Sofern das letzte Fahrzeug aus einer bestehenden Liste (aufgrund z.B. “normaler” Zulassung oder Verkauf) gestrichen wird, ist das rote Dauerkennzeichen somit abzumelden.

Eine gleichzeitige Zuteilung eines Saisonkennzeichens und eines roten Oldtimerkennzeichens ist nicht zulässig, da das Saisonkennzeichen auch außerhalb des Zulassungszeitraumes als zugelassen gilt und daher eine unzulässige Doppelzulassung die Folge wäre.

Verstöße gegen die Einhaltung der v.g. Punkte, des Bewilligungsbescheides und/oder der Bestimmungen des § 28 und der 49. Ausnahmeverordnung zur StVZO, § 22 Straßenverkehrsgesetz (Kennzeichenmissbrauch), § 6 Pflichtversicherungsgesetz und/oder des Kraftfahrsteuergesetzes werden als Straftaten bzw. Ordnungswidrigkeiten geahndet und ziehen Ordnungsverfügungen, Anzeigen und/oder ggf. den Widerruf der Dauerkennzeichen-Zuteilung nach sich. Die “Zuverlässigkeit” eines Dauerkennzeichen-Inhabers bildet stets die Grundvoraussetzung über die Zuteilung, Verlängerung bzw. Weiterführung der roten Oldtimer-Kennzeichen.

Für weitere Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter der Kfz-Zulassungsbehörde zur Verfügung.